Koh Larn!!!
12.03.-13.03.2012
Ein letzter Blick vom Balkon auf das Meer und dann sollten wir uns langsam vom Casuarina verabschieden. Wir frühstückten ganz gemächlich und wurden danach per Minibus zum Bali Hai Pier gebracht. Hier startete die Fähre nach Koh Larn. Für 30 Baht, also nicht mal einen Euro war man in knapp 30 Minuten da. Im Gegensatz zur Fähre bezahlte man mit dem Speedboat rund 1000-1500 Baht und war nur 15 Minuten früher vor Ort. Der Spaß lohnte sich meiner Meinung nach nicht wirklich. Pünktlich neun Uhr legte die Fähre ab. Koh Larn hatte noch 2 kleine Geschwisterinseln, und zwar Koh
Krok und Koh Sak. Die konnten wir während der Überfahrt beobachten. 30 Minuten später legten wir an und wurden direkt von den Mopedhaien
empfangen. Die Armada stand Spalier, um die Touristen abzufangen und an die Strände zu bringen. Eigentlich hasste ich so was, aber diesmal war es sehr hilfreich, da wir unser Gepäck dabei hatten und auch noch kein Hotel gebucht war. So ließen wir uns auf 2 Jungs ein, die sich als ganz in Ordnung herausstellten. Sie klemmten die Koffer zwischen ihre Beine, wir stiegen hinten auf und ab ging es mit den Bikes. Sie zeigten uns ein Hotel direkt in der Nähe am Pier, welches in Ordnung war, aber nicht am Strand lag. Deswegen zogen wir weiter und sagten den Beiden, dass wir ein Resort am Beach bevorzugen. Es dauerte wieder nicht lange und wir waren am Ziel. Was wir nun zu sehen bekamen, war aber nicht das, was wir uns vorgestellt hatten.Der Strand war sicherlich sehr schön, jedoch komplett zugepflastert mit Liegestühlen und Touristen. Grausam! Die zwei meinten zu uns, dass Koh Larn nur eine kleine Insel sei und dies das einzige Hotel direkt am Strand wäre. Nach kurzenÜberlegungen beschlossen wir, das erste Hotel zu nehmen, und mit den Rollern die Umgebung zu erkunden. Unsere Fahrer ließen uns die Bikes da, mit den wir gekommen waren und so konnten wir sofort loslegen. Die Sachen wurden auf dem Zimmer verstaut und die Entdeckungstour begann. Es gab mehrere Strände auf Koh Larn und wir
wollten uns den besten raussuchen. Zuerst trieb es uns auf den Aussichtspunkt, von dem aus wir einen schönen Ausblick auf den Samae Beach hatten. Leider konnte man auch erkennen, wie überfüllt er war und das alles nur auf den Massentourismus ausgelegt wurde. Neben dem Viewpoint begrüßten uns 3 freundliche Buddhas. ;)
Wir setzten unsere Entdeckungsreise fort, fanden aber nicht wirklich den Strand, den wir suchten. So beschlossen wir, gezwungenermaßen uns an den Samae Beach zu legen. Schnell bemerkten wir, dass wir in "Little Russia" gelandet waren. Um uns herum schienen nur Russen Urlaub zu machen. Unglaublich! Imro schloss die Augen und ich begab mich ins Wasser. Hier muss man allerdings mitteilen, dass das Wasser traumhaft war. Mich quatschten zwischendurch zwei Russen an, ich verstand beide Male kein Wort und erwiderte nur, no Russia. Langsam machte ich mir Sorgen, ob ich mit meinem neuen Haarschnitt wie ein Russe aussah. :D Irgendwann gesellte ich mich wieder zu Imro und den anderen Tausend
Russen auf ihren Liegestühlen. :) Wir aßen noch etwas und schwangen uns danach erneut auf unsere Bikes. Es konnte doch nicht sein, dass wir kein ruhiges Plätzchen fanden. Wir umkurvten die Insel 2 Mal. Was sich großartig anhört, dauerte nicht länger als 20 Minuten. Wir waren auf "Micky Mouse Island" gelandet. :) Als wir schon nicht mehr daran glaubten, wurden wir letztendlich doch noch fündig. Ein ruhiger idyllischer
Strand warte auf uns. Der Naklu Beach! Er war zwar nicht so schön wie die Anderen, aber das war uns völlig egal. Nach kurzer Zeit bekamen wir auch Gesellschaft. Tantchen dich wir das besonders freuen, denn unser neuer Freund hatte
vier Beine. ;) Es gefiel ihm so gut bei uns, dass er die restlichen Stunden des Tages nicht mehr von unserer Seite wich. Doch irgendwann mussten wir uns verabschieden. Er begleitete uns noch zu den Rollern und blickte wehmütig hinterher, wie wir davon brausten. :( Der Arme! Zurück im Hotel suchten wir bereits unser neues Reiseziel. Hier blieben wir nur eine Nacht. Nach gründlicher Recherche entschieden wir uns für Koh Samui. Am nächsten Tag stand also eine kleine Weltreise an. Koh Samui lag 900 Kilometer entfernt und wir sollten den Bus nehmen. Den Abend auf Koh Larn verbrachten wir mit vielen Thailändern, die alle bei einem Fest zusammenkamen. Viele Stände, wo wir lecker Essen sollten, eine große Bühne mit Livemusik, mehrere Spielaktivitäten für Kinder und eine Open-Air-Leinwand, auf der Filme gezeigt wurden, waren aufgebaut. Das sollte doch noch mal ein
schöner Abschluss sein auf der sonst eher bescheidenen Insel. Vollgestopft schliefen wir später bestens. Das Frühstück am nächsten Tag war auch sehr lecker und danach verließen wir Koh Larn. Für einen Tagesausflug kann man einmal kommen, aber für einen längeren Aufenthalt würde ich die Insel nicht empfehlen. Um 12.00 Uhr ging es mit der Fähre zurück nach Pattaya. Wir begaben uns zur Walking Street, wo wir ein Taxi nach Bangkok bestellten. Wir mussten wieder zurück nach Bangkok, weil die Busse nur von dort aus starteten. Gegen vier erreichten wir den Southern Bus Terminal. Unser Taxifahrer war diesmal sehr fix, kannte keine Verkehrsregeln und brachte uns dementsprechend zügig hierher. Es war auch kein Problem das Busticket zu lösen. Für 20 Euro sollten wir mit dem Vip-Bus nach Don Sak gelangen und von da aus würde es mit der Fähre nach Koh Samui gehen. Fährticket war inbegriffen. 19.00 Uhr startete die Reise. Bis dahin schauten wir im Internet nach möglichen Unterkünften, aßen etwas und begaben uns danach zum Bus. Der Komfort war wesentlich besser als ich es erwartet hatte. Wir reisten mit 24 anderen, meist Thais. Der Bus bot ausreichend Beinfreiheit und Platz. Ein Bildschirm war an jedem Sitz platziert. Hier konnte man Filme schauen, Games spielen, Musik hören, eigentlich, was man wollte. Ich hatte mir vorher ein paar Filme heruntergeladen und war schon präpariert. ;) Wir bekamen während der Fahrt mehrmals zu trinken und was zu essen, machten ebenfalls noch einen Stopp und ich weiß nicht wie, aber im Nu waren wir schon da. Ich schaute 3 oder 4 Filme, schlief etwas und um 5.00 Uhr morgens erreichten wir Don Sak...