Saigon!!!
31.12.2011
Heute war es so weit, der letzte Tag des Jahres stand vor der Tür. Fern ab der Heimat sollte es also ins neue Jahr gehen. Willi hatte ein besonderes Highlight vorbereitet. Er hatte einen Tisch für uns in der Skybar reserviert. Die Bar befand sich im größten Gebäude von Saigon.
Vom Außenbereich hatte man einen überragenden Ausblick über die gesamte Stadt. Könnte schlechter laufen. :D Da freute ich mich schon drauf. Morgens wurde erst mal ausgeschlafen und danach in Ruhe gefrühstückt. Zurück im Zimmer gab ich Imro noch ein paar Lektionen in Fifa und dann ging es ab zum Lunch. :) Mittag- und Abendessen wurde jetzt immer von Maaamaaaaa gemacht, denn bei ihr war alles frisch und es schmeckte wesentlich besser, als der gelieferte Fraß. Man musste lediglich kurz vorher bescheid sagen und 15 Minuten später stand das Essen auf dem Tisch. Traumhaft! :) Es gab entweder Rindfleisch oder frischen Fisch mit Reis. Nach dem Wir lecker gegessen hatten, ging es noch für ein paar Stündchen an den Pool. Die 30 Grad am letzten Tag des Jahres mussten ja ausgenutzt werden. Vielleicht waren es morgen nur noch 28. :D Wir blieben bis kurz vor fünf und nahmen ein Taxi zum Lotte Mart, 2 Flaschen Havanna besorgen, damit wir was Ordentliches zu trinken hatten für den Abend. Denn eins war ja klaaaaa, heute gab es natürlich Cuba Libre. ;) Im Lotte Mart herrschte absolutes Chaos. Alle Vietnamesen wollten anscheinend für das neue Jahr einkaufen. Meterlange Schlangen bildeten sich vor den Kassen. Da war es praktisch, dass man den Alkohol im Markt extra kaufen und bezahlen musste. So brauchten wir uns nicht an den überfüllten Kassen anstellen und konnten direkt daran vorbeigehen. Eigentlich wollte ich noch ein paar Kleinigkeiten holen, aber das schenkte ich mir. Wir liefen zurück zum Saomai. Auch auf den Straßen war es voller als sonst, was normalerweise unmöglich war. :D Ich brachte meine Badesachen schnell aufs Zimmer, ging direkt wieder runter und bestellte essen bei Maaaamaaaa. Die Uhr schlug bereits Sieben, also genau die richtige Zeit für den ersten Cubi Smackie. ;) Es dauerte nicht lange, da war die komplette Truppe beisammen. Rodrigo fehlte, denn er war zu Freunden gefahren, um Sylvester am Strand zu feiern und Steve weilte bei seiner vietnamesischen Freundin. Oho! Maaaamaaaa brachte das Essen und musste natürlich ein sofort Glas mittrinken. Bald trank das ganze Personal mit uns. :) Die Zeit verging, die Flaschen wurden geleert und ich machte mich nun auch auf den Weg, um mich in Schale zu schmeißen. Gegen neun waren wir mit Willi verabredet, aber wir verließen das Hotel erst kurz nach 21.00 Uhr. Auf uns war wie immer Verlass. Nicht! :D Ich rief ihn an und meinte wir sind sofort da. :) Da hatte ich die Rechnung, aber ohne Saigon gemacht, denn auf den Straßen war die Hölle los. Es staute sich unglaublich. Die Familien waren alle auf ihren Bikes unterwegs und ich hatte das Gefühl, die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein.
:) Unserer Stimmung tat das keinen Abbruch, wir sangen und wünschten jedem Auto oder Bike das vorbei fuhr ein frohes neues Jahr. Chuc Mung Nam Moi Saigon! Für die sonst knapp 10 Minuten dauernde Fahrt in die Stadt benötigten wir mittlerweile fast eine Dreiviertelstunde. Es war leider kein Ende abzusehen und so beschlossen wir unser Glück per Fuß weiter zu versuchen. Wahnsinn, was hier los war. Das hatte ich zuletzt in New York am Times Square erlebt. Die Menschen feierten in der ganzen Stadt, es gab kein freies Fleckchen. Wir bannten uns den Weg durch die Massen. Überall waren Bühnen aufgebaut, die hell erleuchtet waren.
Wir fragten mehrmals nach dem Weg, aber keiner konnte uns so recht weiterhelfen. Schon komisch. Das größte Gebäude schien sich in Luft aufgelöst zu haben. :) Willi hatte schon etliche Male angerufen und ich sagte ihm, dass keiner die Adresse genau kannte. Wir liefen weiter und verloren Giovanni. Auf einmal war er wie vom Erdboden verschwunden. Wir suchten ihn vergeblich. Na dann toi, toi, toi Giova. :D Weiter ging die Reise. Es schien kein Ende zu nehmen. Wir mühten uns durch das Menschenwirrwarr. Einige Zeit später fanden wir Giova wie aus dem nichts wieder. Sein T-Shirt war pitschnass. Er meinte jemand hätte ihn mit Wasser übergossen und danach hätte er uns verloren. Ich habe wirklich mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass wir ihn heute noch wiederfinden. :) Nun waren wir wieder komplett und liefen gemeinsam weiter ins Ungewisse. Eine Armada von Rollern versperrte die Straße. Das kannten wir ja mittlerweile schon und da hieß es nur Augen zu und durch. ;) Nach dem Wir den Bikes entkommen waren, erreichten wir einen größeren Platz. Ich checkte mein Handy und Willi hatte mir einen Hotelnamen geschickt, welches direkt gegenüber der Bar lag. Es sollte das Park Royal Saigon sein. Ich drehte mich um und musste kurz lachen. Wir standen direkt davor. Ich rief Willi an, er kam nach ein paar Minuten raus und geleitete uns rein. Es ging mit dem Fahrstuhl in den 30.Stock und ich konnte es nicht erwarten, bis die Tür aufging. Endlich war es so weit. Die Chill-Sky Bar! Und ich hatte mir nicht zu viel versprochen. Wir liefen zuerst durch einen langen Saal, es war ja auch ein Restaurant und kamen dann in die Bar. Sie funkelte uns im wahrsten Sinne des Wortes an. Kreisrund verlief sie auf der Dachterrasse. Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes. Doch das war ja erst der Anfang. Nun sollten sich meine Augen von der Bar lösen und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was für ein Ausblick. Traumhaft. Ich lasse euch gerne dran teilhaben.
Nach den ersten atemberaubenden Eindrücken lud uns Willi auf eine Flasche Havanna ein. Seine Freundin war ebenfalls dabei, sie war vor ein paar Tagen zu Besuch gekommen. Wir tranken, feierten, machten neue Bekanntschaften und hatten unheimlich viel Spaß. Es herrschte eine tolle Atmosphäre
hoch über der Stadt. Ehe wir uns versahen, war es auf ein Mal Mitternacht. Chuc Mung Nam Moi Freunde! Ich wünsche euch allen einen super Start ins neue Jahr. Lasst eure Träume wahr werden. Die obligatorischen Umarmungen und Glückwünsche standen an. Man drückte jeden, auch die Leute, die man nicht kannte. :) In einem kurzen Augenblick, in dem ich nochmals den Ausblick genoss, dachte ich daran, wie unglaublich es doch eigentlich war, hier in Saigon Sylvester zu verbringen. Etwas Besonderes, doch für mich schon fast normal. Komisch! Aber bevor ich weiter drüber nachdenken konnte, kam Imro schon wieder mit einem neuen Getränk. Auf 2012.
Die Jungs wurden langsam hippelig und wollten noch woanders hin. Also machten wir uns auf in die Blanchy Bar. Auf den Straßen herrschte immer noch derselbe Trubel. Diesmal dauerte es jedoch nicht so lange, bis wir da waren. In der Bar waren wir schon öfters und es gefiel uns so sehr, dass wir immer wieder kamen, wie auch heute. ;) Am Bild änderte sich nichts, eine Flasche Havanna bitte. :D Die Sylvesternacht ging weiter. Man freute sich, man lachte, hatte Spaß...einfach ein schöner Abend, der noch lange nicht zu Ende war. Unsere Partylust war nicht gestillt und so sollten wir die Disco Apokalypse ansteuern. Ebenfalls kein unbekannter Ort für uns. ;)
Hier tanzten wir letztendlich bis in die frühen Morgenstunden. Willi und seine Freundin verabschiedeten sich als Erstes. Ich sah noch Mohammed, aber von Lima und Giova war auch keine Spur mehr. Imro hielt mir die Stange und war stets an meiner Seite. ;) Wir lernten noch zwei Französinnen kennen, mit denen wir die restliche Nacht feierten. Sie waren genauso gut drauf wie wir. Es waren 2 Schwestern. Die Ältere arbeitete als Lehrerin hier und ihre jüngere Schwester besuchte sie übers Neujahr. Später verließen wir auch zu viert das Apokalypse und teilten uns ein Taxi. ;) Wir fuhren erst mal in Richtung Saomai. Vor unserem Hotel feierten Lima und Giova noch zusammen mit dem Personal das neue Jahr. Spontan gesellten wir uns dazu. Lima tanzte in brasilianischer Art zu Nossa Nossa und animierte die Frauen mitzumachen. Bellessaaaaa Limaaaa. :D Irgendwann jedoch war auch die Neujahrsnacht zu Ende. Gentlemenlike verabschiedeten wir uns von den Mädels und gingen auf unsere Zimmer, allein natürlich. :D
Happy New Year!!!