Bangkok!!!
23.12.-26.12.2012
Am Freitag sollte es also losgehen. Moses hatte Wind von der Sache davon bekommen und wollte auch mit. Kein Problem! Also machten wir uns nach dem Training und Lunch sofort auf zum Büro von Vietnam Airlines.
Wir nahmen unser neues Bike. :D Eigentlich hätten wir damit direkt nach Bangkok fliegen können. :) Über die Bekannte von Frank und Willi buchten wir den Flug. Moses wollte bis Dienstag bleiben, ich hatte versprochen Montag früh wieder beim Training zu sein und so buchte ich meinen Rückflug für Sonntagabend. Viel Zeit hatten wir nicht mehr, schnell zurück ins Hotel, die Sachen packen und ab ging es zum Flughafen. Mo hatte mit Rouven telefoniert, der ebenfalls seit ein paar Wochen auf Asien Tour war und er würde auch am 24. in Bangkok sein. Und so war es doch fast ein Familientreffen zu Weihnachten. :) 17.00 Uhr starte der Flieger und 2 Stunden später landeten wir in Bangkok. Wir entschieden uns mit dem Skytrain in die Stadt zu fahren und dann per Taxi ein Hotel zu suchen. Während der Fahrt, merkten wir schon, Bangkok wirkte viel europäischer als Saigon, es war etwas ganz anderes. An der Phaya Thai Station war für uns Ende. Wir stiegen aus und suchten uns ein Taxi. In Bangkok fuhr man rechts. Unser Taxifahrer sprach gut englisch, sehr überraschend für uns, denn so was waren wir aus Vietnam nicht gewohnt. Er sagte uns, dass es günstiger wäre, im Reisebüro zu buchen, als direkt im Hotel. Das machten wir dann auch und kamen ziemlich zentral sowie relativ günstig unter. Mittlerweile war es bereits 21.00 Uhr, ich duschte schnell, machte mich fertig und ging ein Zimmer nebenan, wo Mo untergebracht war. Blindlinks zogen wir erst mal los. Wir hatten Hunger und wollten was Essen. Wir liefen eine Weile, aber fanden nicht wirklich was. Da kam ein Tuc Tuc gerade recht.
Bangkok ist bekannt für seine originellen und preiswerten Motorradrikschas. Die Fahrer jener Motorradrikschas waren spezialisiert darauf, Touristen wie uns durch die Gegend zu kutschieren. Genau so einen brauchten wir jetzt. Er sprach englisch und wir erklärten ihm, dass wir großen Hunger haben und gerne Seafood essen würden. In Windeseile waren wir auch schon unterwegs. Es war auch eine wunderbare Möglichkeit, gleich mehr von Bangkok zu sehen. Auf den Straßen war unheimlich viel los,selbst um diese Uhrzeit noch. Der Verkehr staute sich an jeder Ecke, aber mit unserem Tuc Tuc schlängelten wir uns gekonnt um jeden Stau herum. Wir kamen an vielen hell erleuchteten Plätzen vorbei, wo ein reges Treiben herrschte. Jetzt fuhren wir aber erst mal in ein paar ruhigere Gassen, in der sich auch ein nettes kleines Fischrestaurant befand. Wir hatten unser erstes Ziel erreicht. ;) Der Fahrer meinte wir könnten in Ruhe essen, er wartete draußen und würde uns später weiter fahren. Das klang doch gut. Am Eingang hatten wir die Gelegenheit frischen Fisch zu wählen, der uns dann serviert wurde. Ich überließ Mo die Wahl. Dazu bestellten wir Suppe und Reis. Ich weiß nicht, was für Fisch Mo bestellt hatte, aber er war sehr lecker. Wir speisten gemütlich und wollten danach noch etwas vom Nachtleben mitnehmen. Unser Tuc Tuc Driver erwartete uns bereits. Wir sagten ihm, dass wir gerne in eine Bar oder Kneipe wollten, wo was los ist. Er nickte und schon waren wir wieder unterwegs. Diesmal führte er uns in einen bizarren Hinterhof. Vor uns lag ein Club und ringsrum warteten schon mehrere Tuc Tuc´s. Ich konnte mir vorstellen, in was für ein Etablissements er uns geführt hatte und ich denke Mo wußte auch bescheid. Wir traten ein, wollten aber zuerst einen Blick riskieren, bevor wir Eintritt zahlten. Eine Tür öffnete sich, wir sahen einen nicht sehr großen Raum, in dem in der Mitte leicht bekleidete Thailänderinnen an einer Stange tanzten. Ich hatte schon von solchen Läden gehört, es muss sich wohl um einen Strip-Club gehandelt haben. :D Komischerweise waren auch nur Männer vorzufinden. ;) Wir suchten jedoch nicht so was heute Abend. Also verließen wir den Laden und versuchten unserem Freund zu erklären, was wir meinten. Sofort trat er wieder aufs Gaspedal und wir steuerten auf das nächste Ziel zu. Leider war es ein weiteres Striplokal. Wahrscheinlich wurden die Fahrer beteiligt, wenn sie die Touristen in die verschieden Läden brachten. Eine letzte Chance sollte er noch bekommen. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Erneut rasten wir durch die Nacht. Mich beschlich das Gefühl, dass wir immer im Kreis fuhren, aber ich war mir nicht ganz sicher. Irgendwann kamen wir an einen gut besuchten Platz. Unsere Bar war zwar eine Disco, aber das war uns jetzt egal. Wir drückten ihm 100 Baht in die Hand, umgerechnet 2,40 Euro, bedankten uns und traten ein. Wir holten uns direkt was zu Trinken an der Theke und schauten uns danach etwas um. Es war ein gemischtes Publikum, nicht nur Thailänder, sondern auch viele Touristen feierten ausgelassen. Wir sollten ein paar lustige Stunden verleben. Die beste Tänzerin im Laden war leider ein Mann.
Ein sogenannter Ladyboy! Hatte ich noch nie von gehört. :D Aber dieser wusste sich zu bewegen und ich glaube jede Frau in der Disco beneidete ihn darum. Die Tabledancestange war sein Revier, wie eine Schlange schlängelte er sich anmutig die Stange hoch und runter. Moses war total begeistert. :) Wir hatten einen Tisch direkt neben dem ladyboy und seinen Begleiterinnen. Sehr hübsche Frauen, aber das Risiko war mir zu groß. Wer weiß, ob es auch wirklich Ladys waren. ;) Kurze Zeit später quatschte uns ein Päarchen an und gesellte sich zu uns. Ich redete eine Weile mit Jungen, wunderte mich aber warum er mich immer so durchdringend ansah. Ich wendete mich zu Mo und fragte ihn, ob er das auch bemerkt hätte. Er lachte lauthals und berichtete mir, dass seine Freundin Mo gesagt hätte, er sei schwul. Na gut...dies erklärte dann wohl einiges. :) Clever, wie ich war, lenkte ich das Gespräch auf das Geschehen nebenan. Mein Taktik ging blendend auf, denn nur ein paar Minuten später, waren mein neuer Freund und der Ladyboy ein Herz und eine Seele. Puhhh! Da bin ja noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen. ;) Nach der Aufregung brauchte ich erst mal einen Drink. Ab zur Bar und einen Cuba Libre für mich bitte. :) Trinke ich eher selten. :D Meinem Wunsch wurde sofort entsprochen. Ich drehte mich um und wollte gerade am Glas nippen, als ich plötzlich meine zwei Turteltäubchen auf der Tanzfläche küssen sah. Wie gut hab ich die nur verkuppelt. Vielleicht sollte ich bei Dr. Sommer anfangen. ;) Feucht fröhlich verlief der Abend weiter und ich sollte natürlich auch noch das Tanzbein schwingen. Ich denke, ich war der Einzige, der dem Ladyboy das Wasser reichen konnte. :D Für heute hatten wir jedoch genug, so verabschiedete ich mich noch von den Bedienungen, die sehr freundlich uns gegenüber waren und ab ging es ins Hotel. Dort verabschiedete ich mich sofort ins Land der Träume...;)