Hanoi!!!

Veröffentlicht auf von Ben27

16.11.2011

 

 

 

                                  Böses Erwachen

 

 

Ich hatte relativ gut geschlafen, aber natürlich viel zu kurz. :( Egal raus aus den Federn. Der morgendliche Ablauf blieb derselbe. Heute früh stand nur ein wenig Koordination auf dem Programm. Wie wir bemerkten, wirklich sehr wenig. Es dauerte keine 20 Minuten, da war auch schon alles vorbei. Na gut man soll sich ja nicht beschweren. :) Aber wenn wir schon so früh aufgestanden sind, sollten wir noch eine Krafteinheit dran hängen. Neben dem Platz befand sich ein nigelnagelneuer Kraftraum, der bestens ausgestattet war. Ich drückte gerade 100 Kilo :D, als der Dolmetscher auf mich zu kam. Ich verstand ihn nicht richtig und fragte deswegen Moses, ob er wisse, was er wollte. Nach ein paar Minuten wussten wir bescheid. Er teilte uns mit, dass wir gehen können. Sprachlos und verwundert schauten wir uns an und konnten es noch gar nicht fassen. Gestern hieß es noch, wir hätten einen guten Eindruck hinterlassen und heute wurden wir nach Hause geschickt. Am liebsten hätte ich eine Hantel durch den Raum geschmissen, aber ich konnte mich beherrschen. Immer noch perplex wanderten wir zurück. Im Zimmer angekommen, rief ich sofort Frank an und fragte nach. Er verstand auch nicht, was los war, und wollte mit Linh telefonieren. Linh war sein vietnamesischer Kontakt, der englisch sprach und somit zwischen ihm und den Vereinen vermitteln konnte. Er rief mich zurück und sagte mir, dass Linh wohl noch beim Training sei und wir erst mal dort bleiben sollten, bis alles geklärt sei. Wir waren alle angefressen und wollten am liebsten nur so schnell wie möglich weg. Wir machten uns schon mal fertig und aßen dann trotzdem um 11.00 Uhr zu Mittag. Nach dem Essen sprach ich noch mal mit Frank und er meinte, er wisse nicht genau, warum es nicht geklappt hat, aber wir können definitiv gehen. Nun gut, das mussten wir so hinnehmen, auch wenn es bizarr und völlig unverständlich war. Sollen sie mit den anderen Bratwürsten glücklich werden. Wir suchten den Übersetzer, um unsere Reisepässe abzuholen, die zu Beginn eingesammelt wurden. Er vertröstete uns und meinte sie würden bald kommen. Jemand sei mit den Pässen in die Stadt gefahren, um eine Kopie zu machen. Das verbesserte unsere Laune direkt schlagartig, nicht! Ich dachte Moses frisst den Jungen gleich auf. :) Ich ging noch mal vor die Tür und wollte ins Internet. Micky sollte später folgen.
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                                  Ich wusste immer noch nicht, was ich von der ganzen Sache halten sollte. Aber es war jetzt nicht mehr zu ändern und ich wusste auch, dass ich eh nie lange Trübsal blasen würde. Da bin ich nicht der Typ für. Heute konnte ich noch grübeln, morgen sah die Welt wieder ganz anders aus. So ging es back ins Zimmer. Wir hatten immer noch nicht unsere Pässe und Moses war ein brodelnder Vulkan, der jede Minute auszubrechen drohte. :D Es dauerte auch nicht lange da brabbelte er irgendwas und stürmte aus dem Raum. Kurze Zeit später kam er mit unseren Reisepässen zurück. Wir fragten natürlich, wo die auf ein Mal herkamen und Mo antwortete, dass sie die Pässe einfach in einer Schublade hatten. Von Wegen in der Stadt. Er meinte, er hätte den Typen so lange angeschrien, bis er die Pässe rausgeholt hat. Ich fragte, ob er noch lebt. :D Da konnte selbst Moses wieder Lachen. ;) Vor unserer Abreise hatten wir uns aber noch was eins vorgenommen. Wir wollten nicht gehen, bevor "The Special One" nicht die Mütze vom Kopf gerissen haben. :D Ratz fatz machten wir uns auf und fuhren zu den Anderen ins Hotel. Ich hatte bereits mit Marco gesprochen und somit wussten sie bescheid, dass wir kommen. Wir checkten ein, Micky und ich im Doppelzimmer, Mo alleine. Frank teilte uns mit, dass unsere Rückflüge erst am morgigen Nachmittag sein sollten. Das gefiel mir ganz gut, so blieb etwas Zeit, um Hanoi ein wenig näher zu betrachten. Uns schon zogen wir los. Auch hier gab es Roller in Hülle und Fülle. Da wollte man Saigon in nix nach-stehen. Auf dem weiteren Weg griff ich zwei Vietnamesinnen unter die Arme und verkaufte ein paar Bananen und Ananas. :D Wenn es mit dem Fußball hier also nicht klappt, wusste ich also direkt, wo ich einsteigen konnte. ;)  Iphone Pics 1032      

Iphone-Pics-1033.pngIrgendwas schienen die Damen aber falsch verstanden zu haben. Auf einmal wollten sie Geld von mir. Hääää...Ich hatte doch gearbeitet. :) Da ich ja ein herzensguter Mensch bin, kaufte ich natürlich eine frische Ananas, die ich mir auch sofort schmecken ließ. Sehr, sehr lecker! Nun wurde ich richtig hungrig. Die Anderen hatten ebenfalls Hunger und so suchten wir was für die Beißer. Mo und Micky gingen noch Geld abholen, also liefen Marco und ich schon mal vor. Mehdi und Jenny waren anderweitig unterwegs. Wir fanden ein nettes kleines Restaurant, von dem aus wir einen guten Überblick hatten. Ich nutzte die Zeit, in der ich mit Marco alleine war, um mich mit ihm ausführlicher über den Fußball in Vietnam zu unterhalten. Schließlich hatte er hier mehrere Jahre gespielt und wusste, wie der Hase läuft. Er meinte, dass er den Anfang in viel schlimmeren Unterkünften verbracht hat und, dass die Vietnamesen sehr eigen sind. Heute kannst du der König sein, aber morgen wollen sie auf ein Mal einen Kaiser. :) Es gehörte halt auch wie überall ein Quäntchen Glück dazu. Er sagte jedoch auch, dass es der erste Versuch war und noch einige andere Möglichkeiten kommen werden und ich oder wir uns nicht so viele Gedanken machen sollen. That´s Life, that´s Vietnam. :D Es war ein gutes Gespräch und vieles deckte sich mit meinen Eindrücken. Moses und Micky trudelten auch langsam ein. Wir konnten sie bereits von oben sehen. ;) Wir bestellten ein paar Springrolls, Nudeln, Chicken, Beaf und der Reis durfte natürlich nicht fehlen. Essen war ok, aber man hatte auch schon leckerer gespeist. Die Rechnung wurde geteilt und wir wanderten rüber ins Highlands Coffe. Ich bestellte direkt meinen Favoriten. Iced Hazelnut Latte und gönnte mir noch einen Schoko cookie. Den hatte ich mir jawohl verdient. ;) Nebenbei genoss ich die Aussicht...

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Wir hatten einen wundervollen Blick über den zentralen Platz. Mehdi und Jenny trafen nun auch ein und gesellten sich zu uns. Wir ließen die 2 Tage noch ein Mal Revue passieren und überlegten was wir noch anstellen können. Für mich stand auf jeden Fall fest, dass ich mir einen neuen Koffer kaufe. Mit meinem Ungetüm gab es kein zurück mehr. So beschlossen wir, zu zahlen. Bei der Rechnung gab es ein paar Probleme. Der Kellner wollte einen meiner Geldscheine nicht annehmen, weil ein Millimeter einer Ecke umgeknickt war. Für mich heute ein gefundenes Fressen. So konnte ich noch mal alles raus lassen, was sich über den Tag angestaut hatte. Nach meinen sanften Worten verließen wir das Lokal. :) Hanoi machte nicht so einen guten Eindruck wie Saigon. Die Leute hier waren unfreundlicher und wesentlich kühler. Zurück im Hotel überlegten Marco, Moses und ich noch ein Bierchen zu trinken. So zogen wir also los. Was in Ho Chi Minh relative einfach war, stellte sich hier als sehr schwierig heraus. Ab 22.00 Uhr wurde hier anscheinend alles dichtgemacht. Marco erinnerte sich noch an ein paar Läden und versuchte die Richtung einzuschlagen. Wir landeten letztendlich doch noch in einer Kneipe, wo wir sofort 3 Heineken bestellten. Die Bar sollte jedoch auch demnächst schließen. Gegenüber saßen uns 2 Amerikanerinnen. Wir kamen ins Gespräch und fragten, ob denn hier noch was los sei. Wie sich herausstellte, arbeiteten die Beiden in Hanoi, wussten aber auch nicht so recht, wo noch viel los sein könnte. Die Bedienung hatte auch keinen Plan, zeigte aber auf einen Vietnamesen, der uns wohl helfen könnte. Also fragten wir ihn und siehe da, er sagte, dass nicht weit von hier 2-3 Läden wären. Auf ging es. Wir folgten seiner Wegbeschreibung und tatsächlich fanden wir 2 Clubs. Eingetreten sahen wir, dass die Vietnamesen auch feiern konnten. Iphone-Pics-1042.jpgIphone-Pics-1039.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                            Es war nicht mal 23.00 Uhr und es hatte den Eindruck als wären alle Einheimischen gut dabei. ;) Wir wurden auch direkt gemustert, denn wir schienen die einzigen Touristen in dem Laden zu sein. Es dauerte auch nicht lange, da wurden wir auf Drinks eingeladen. Leider von einem Typen, der einen leicht schwulen Eindruck machte. :D Marco hatte es ihm besonders angetan. Gastfreundlich, wie wir waren, nahmen wir ein, zwei Getränke mit unserem neuen Freund. :) Es wurde ein lustiger Abend, wir hatten viel Spaß und per Bike ging es später zurück ins Hotel. Ich schlich mich lautlos wie ein Wiesel ins Zimmer, weil Micky ja schon schlummerte und schlief auch direkt ein....Schnarchhhhhhh!

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