Kunming!!!

Veröffentlicht auf von Ben27

05.02.-14.02.2012

 

 

 

 

 

                                 Crazyyyyy

 

 

 

Da es gestern etwas länger war, freute ich mich heute schön auszuschlafen, aber da hatte ich die Rechnung ohne Jiang gemacht. Um 7.00 Uhr in der Früh weckte er Gledson und mich und faselte die ganze Zeit irgendwas mit Xishan, Xishan. Ich war zu müde darüber nachzudenken und sagte ihm, er soll mich schlafen lassen. Jiang ließ jedoch nicht locker und irgendwann quälten wir uns aus dem Bett. Erst mal ging es zum Frühstück, welches wesentlich besser war als im Trainingscamp, danach machten wir uns auf den Weg zum Xishan. Gemeint war der Berg, auf Deutsch der Westberg, der über den Green Lake gipfelte. Eigentlich eine sehr gute Idee von ihm, nur leider etwas früh. Ich denke er wäre auch den Tag über nicht weggelaufen. ;) Nun gut jetzt  waren wir ja wach. Mit einer Gondel sollte es hochgehen. Wir mussten aber noch warten, denn um 9.00 Uhr wurde erst geöffnet.Iphone-Pics-063.jpg So konnten wir in aller Ruhe den herrlichen Sonnenaufgang beobachten. Gab Schlechteres. ;) Die Pforten öffneten sich nun und wir konnten hinauffahren. Es war noch wenig los um die Uhrzeit und so konnten wir eine Gondel ganz für uns allein beanspruchen. Die Fahrt begann. Kunming war wirklich ein schönes Fleckchen. Schon von hier aus hatte man einen tollen Blick und von oben war es bestimmt noch atemberaubender. Gledson lachte auch mal wieder und das war auch gut so. Endlich konnte er mal wieder auf andere Gedanken kommen und zumindest für ein paar Stunden den ganzen Frust hinter sich lassen.Iphone-Pics-076.jpg Da war ich nun mit den Beiden auf dem Weg zum Xishan. Der eine sprach nur Portugiesisch, der Andere nur chinesisch, keiner wirklich englisch, aber irgendwie verstanden wir uns trotzdem. :D Lustig! Nach 20 Minuten sollten wir angekommen sein. Es ging raus aus der Gondel und wir machten uns zu Fuß auf. Es führte uns eine steile Straße weiter hinauf.

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Von dort aus ging es jetzt fast nur noch mit Treppen bergauf. Wir begegneten zahlreichen Tempeln und Klöster sowie vielen kleinen verwinkelten Höhlen. Als besonderes Highlight galt das Drachentor, wo ein Mönch vor 200 Jahren eben diese Höhlen, Pavillons und Tempel aus dem Felsen gemeißelt hat. Wir kämpften uns weiter nach oben durch und sollten für unsere Bemühungen mit dem tollen Blick auf Kunming und den Dianchi-SeeIphone-Pics-139.jpg  

 

 

 

 

belohnt werden. Da waren die Strapazen und Anstrengungen beim Anstieg sofort vergessen. Auf der anderen Seite ging es nun wieder hinunter. Insgesamt waren wir bestimmt so um die 2 Stunden munter hinaufgewandert. Beim Abstieg gab es 2 Möglichkeiten. Entweder wir liefen oder wir nahmen die Seilbahn. Gledson und ich wollten die Bahn benutzen, aber Jiang sträubte sich anfangs ein wenig. Ich hatte das Gefühl, er hatte die Hosen voll. :D Wir setzten uns letztendlich durch. Gledson fuhr alleine und Jiang mit mir. Er wollte nur zusammen die Bahn benutzen. Die Fahrt dauerte auch so um die 20 Minuten und man hatte ebenfalls noch einmal einen tollen Überblick.Iphone-Pics-149.jpgSSM12431.JPG Wirklich schön! 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach stiegen wir in die Gondel um und es ging zurück zum Ausgangspunkt. Was heute Morgen widerwillig begann, war dann doch ein toller Ausflug. Es sollte die beste Aktion von Jiang bis jetzt gewesen sein und leider auch erst mal bleiben. Nach dem Wir unten waren, holten wir meine Sachen aus Haigeng und ich sollte bei Jiang und Gledson unterkommen. Jedoch nicht für lange Zeit, denn in Kunming begann die Tage für mehrere Wochen eine Governmentkonferenz. Deshalb gab es kaum Platz und die meisten Hotels waren ausgebucht. So verbrachte ich die ganze Woche damit, von einem Hotel ins andere zu ziehen. Lächerlich! Ich verfluchte Jiang. Ich hatte selten so was Unprofessionelles und Unorganisiertes wie hier erlebt. John war nicht vor Ort und sein Partner, Jiang, eine absolute Katastrophe. Ich weiß nicht, wie oft ich Frank und John anrief, um ihnen zu sagen, dass der Kerl total überfordert sei und keinen Plan hatte. Wenn ich für jedes "Don`t worry" einen Euro bekommen hätte, könnte ich mich zur Ruhe setzen. :D Gledson konnte sich Gott sei Dank unter der Woche schon absetzen und erst mal nach Bangkok fliegen, um von dort aus zurück nach Brasilien zu gehen. Seine Visum war auch 2 Tage abgelaufen und er durfte eh nicht länger bleiben. Jeder weitere Tag kostete 500 CNY, etwas mehr als 50 Euro. Er verließ uns am Mittwochmorgen. Da Jiang zum wiederholten Male nachts nicht schlief und morgens nicht ansprechbar war, gab ich Gledson das Geld. Ich hoffte, dass der Junge endlich nach Hause kommt. Er bedankte sich unentwegt und machte sich dann auf den Weg. Jetzt war ich mit meinem Superberater alleine. Er versuchte mich zu einer neuen Truppe zu bringen, aber ich sagte ihm, dass ich immer noch Probleme mit meinem Oberschenkel habe und nicht trainieren kann. Da es aber anscheinend in ganz Kunming immer noch keine freien Hotels gab und er mittlerweile auch andere Spieler unterbringen musste, blieb mir nichts anderes übrig, als doch wieder nach Haigeng zu gehen. Jiang brachte mich zu einem neuen Verein, Tianjing, der angeblich warten wollte, bis ich meine Verletzung auskuriert habe. Ich konnte das nicht so recht glauben. Naja ich kam mit 2 Kroaten aufs Zimmer, die schon länger bei dem Club waren. Ihnen erging es ähnlich wie mir, sie waren zwar noch im Hotel von Tianjing, trainierten aber beide bei anderen Vereinen mit. Es war auch nur eine kurze Bekanntschaft mit den Jungs, denn als ich dem Dolmetscher sagte, dass ich die nächsten 3-4 Tage nicht trainieren kann, meinte er ich sollte mir so lange eine andere Unterkunft suchen. Wusste ich ja nicht vorher, nein. Meine Fresse! Ich kontaktierte John und sagte ihm, er soll Jiang begreiflich machen, dass ich die nächsten Tage irgendwo unterkomme, wo ich länger bleiben kann. Es schien gewirkt zu haben, denn für die nächsten Tage hatte ich mein eigenes Zimmer all inclusive. Endlich! ;) Ich war zwar der einzige Ausländer

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im Hotel, aber das störte mich relativ wenig, denn hier hatte ich sogar meinen eigenen kleinen Strand und Palmen. Urlaubsfeeling. :) Morgens frühstückte ich gemütlich, danach ging ich vorsichtig laufen, aß zu Mittag, verbrachte bei schönem Wetter den Nachmittag am Strand und speiste abends lecker am Hotelbuffet. Warum denn nicht gleich so!?  Aber auch diese Zeit ging mal vorbei und der Alltag holte mich ein. Die Entscheidung von Xiamen ließ immer noch auf sich warten. Jiang war erneut beim Essen mit dem Trainer, aber es kam wieder nichts Konkretes dabei raus. Wenn ich nur ein Mal mit allen Beteiligten beim Essen, Karaoke oder in der Sauna gewesen wäre, hätte ich schon längst einen Rentenvertrag unterschrieben. :D Ich war der Ansicht, dass mein Visum am 14.02 ausläuft, aber es war bereits am 10.02 so weit. Also zog ich mit Jiang los, um es zu verlängern. Wir brauchten dafür mehrere Bescheinigungen. Eine vom Trainingscamp in Haigeng, die wir relativ schnell bekamen, eine Beglaubigung von der Polizeistation, was auch kein Problem darstellte, dann benötigten wir aber noch einen Aufenthaltsnachweis von einem öffentlichen Büro und da war der Haken, denn Jiang wusste natürlich nicht, wie man da herankam. Ich machte mir noch keine großen Gedanken darüber. Sie wollten, dass ich bleibe, also hatten sie sich auch darum zu kümmern. Am Abend machte ich noch ein paar Abschläge auf der Driving Range.

Iphone-Pics-1367.pngJiang war am besten darin, Dinge zu organisieren, die nichts mit Fußball zu tun hatten. Den nächsten Tag sollte ich dann wieder trainieren. Ein zweiter Versuch bei Tianjing. Aber wie so oft in China kam alles anders, als man denkt. Jiang meinte urplötzlich, dass ich vielleicht nach Hongkong müsste, um ein neues Visum zu machen. Hongkong!!! Ich hörte nur den Namen und betete dafür mein Visum dort zu verlängern. Ich wollte auf jeden Fall noch in diese Stadt und warum nicht jetzt. Mittlerweile lag ich schon im Bett und wollte gerade die Augen schließen, als John noch ein Mal Jiang anrief und ihm sagte, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als in Hongkong mein Visum neu zu beantragen. Nach einem kurzem innerlichen YES übermittelte mir John per Skype die Flugdaten für morgen früh. Leider sollte ich nur von Dienstagfrüh bis Mittwochabend bleiben. Ich wäre gerne mindestens einen Tag länger geblieben, aber den kostenlosen Flug nahm ich gerne mit. Nun war ich wieder hellwach, suchte mir noch die besten Sehenswürdigkeiten von Hongkong raus und schlief spät ein...Hongkong....Yeahhhhhhh!!!

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Veröffentlicht in China

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