Qui Nhon!!!
28.11.2011
Heute war es so weit. Das nächste Spiel stand auf dem Programm und ich ging mit der festen Überzeugung in den Tag, dass ich von Beginn an auflaufen werde. So frühstückte ich rechtzeitig, ruhte mich danach noch etwas aus und um 10.00 Uhr hieß es wieder Mannschaftsbesprechung. Der Coach erzählte wieder in einer Tour und Linh übersetzte. Es wurden eigentlich dieselben Dinge angesprochen wie schon beim letzten Mal. Aggressiv sein, stark und fighten, fighten, fighten. Er wollte, dass wir den Gegner pressen in jeder Situation. Er schrieb die Aufstellung an die Tafel und ich spielte auf 10. Perfekt! Nach der Besprechung, die ungefähr 40 Minuten dauerte, ging es direkt zum Lunch. Spaghetti hatte ich bestellt, um auch top vorbereitet zu sein für das Match. Danach hatten wir noch Zeit uns auszuruhen. Das Wetter war heute sehr gut, die Sonne schien permanent. Anstoß war um 15.00 Uhr wie am Samstag und gegen zwei ging es erneut ins Stadion. Es war extrem heiß heute, um die 30 Grad. Ich versuchte, viel zu trinken. Der Co-Trainer erwärmte uns. Das Aufwärmprogramm sah bei allen Teams gleich aus. Wir fingen immer mit Lauf ABC an, machten dann Passformen und Sprints, zuletzt wurde aufs Tor geschossen. Also ähnlich auch wie in Deutschland. Der Trainer sagte noch ein paar Worte vor dem Spiel und dann ging es auch schon los. Ich kam super rein, hatte direkt viele Ballkontakte und bereitete zwei riesen Torchancen vor, aber leider wurden sie nicht verwertet. Trotzdem blieb ich dran und gewann viele Bälle durch Pressing. Der Gegner war in der Defensive sehr anfällig, wenn er unter Druck gesetzt wurde. Kurz vor der Halbzeit erzielten wir dann das 1-0 und so ging es in die Pause. Linh kam zu mir und sagte alles wäre gut, ich sollte weiter so machen. Es war weiterhin sehr heiß. Ich trank viel in der Halbzeit. Alex kam nun auch rein. Die zweite Hälfte lief ähnlich wie die Erste. Ich hatte viele gute Aktionen und zwei, drei gute Abschlüsse. Kurz vor dem Ende kombinierte ich mich mit Alex durch die Abwehr, er flankte in die Mitte und wir führten 2-0. danach hätten wir noch das dritte Tor machen müssen, aber wieder vergaben die Vietnamesen kläglich. Das Spiel war aus und ich war ziemlich kaputt. Der Trainer war zufrieden mit meiner Leistung und machte den Daumen hoch. Linh bestätigte mir das noch einmal. Gut gelaunt machte ich mich auf den Weg zum Bus, der uns ins Hotel fuhr. Ich hatte euch die Räumlichkeiten noch nicht näher gebracht. Hier bitte... Die Zimmer waren keine Pracht, aber es reichte aus. Die Betten waren etwas hart und die gesamte Einrichtung sehr schlicht. Das Bad ließ auch zu wünschen übrig. Nicht besonders sauber und es gab auch keine Trennung zwischen der Dusche und dem Rest. Quasi ein Duschbad! ;) Aber wir waren ja auch nicht wegen dem Komfort hier.;) Seht am Besten selbst...was soll es Schöneres geben, da freute man sich doch, wiederzukommen...:D

Nach dem ich in meinem Luxusresort :D geduscht hatte, ging es ab zum Dinner. Es gab meist dasselbe. Wir konnten wählen zwischen Spaghetti, Fisch, Fried Rice, Ei oder Fleisch. Eigentlich stand eh immer alles zusammen auf dem Tisch. :) Das Essen schmeckte sehr gut, da konnte man nichts gegen sagen. Am Tisch meinte ich zu Alex, dass ich ganz schön kaputt bin und eine Massage jetzt sehr gut wäre. Er fand es war eine gute Idee, wir holten Geld und bestellten ein Taxi an der Rezeption. Kurze Zeit später traf es auch ein. Wir bogen um die Ecke und sahen Nicola, einen Brasilianer, der auch bei Da Nanh spielte, und fragten ihn, ob er uns nicht begleiten wollte. Er überlegte nicht lange und stieg ein. Nun waren wir zu dritt. ;) Alex hatte bereits nach einer guten Massage im Internet geschaut und wir waren auf dem Weg dorthin. Es sollte in einem anderem Hotel sein. Die Fahrt dauerte nur 5 Minuten und direkt ging es rein. Das Massagestudio war nicht besonders groß, und wie es den Anschein hatte, waren wir auch die einzigen Kunden. :) 80.000 VND sollte der Spaß für eine Stunde kosten. Also 2,50 Euro. Die spinnen doch wohl, unverschämte Preise hier. :D Jeder bezahlte und wurde auch sofort nach hinten begleitet. Man hatte seine eigene Kabine mit Dusche dran. Die junge Dame bat mich, mich vor der Massage zu duschen. Ich hatte zwar gerade, aber mein Gott, wenn es denn sein muss. Danach wurde ich mit einem Handtuch umhüllt und sie fing an zu massieren. Es war natürlich meine erste Massage in Vietnam. :D Wer schon mal eine Thaimassage hatte, der weiß, wie gut es mir gerade ging. Von Kopf bis Fuss wurde ich durchgeknetet. Einfach nur herrlich. ;) Zum Ende hin versuchte sie mir noch irgendwas zu sagen oder zu zeigen, aber ich wußte beim besten Willen nicht, was sie mit ihren komischen Handzeichen andeuten wollte. :D So verließ ich dann auch das Etablissement. Alex saß ebenfalls schon draußen, Nicola sollte gleich folgen. Mittlerweile war es auch schon gegen neun, wir liefen vor zum Strand und redeten noch eine Weile über das Fußballgeschäft in Vietnam. Alex und ich beschlossen, am nächsten Morgen auf einen Spaziergang am Strand, wiederzukommen. So machten wir uns auf den Weg zurück. Entspannt und relaxt sollte ich mich auf meine butterweiche Matratze legen :D und diesmal auch ohne Film sofort einschlafen.