Xiamen!!!
14.01.2012
Früh um sieben klingelte der Wecker. Heute brauchte ich nicht lange um die Augen aufzuschlagen, im Nu war ich wach. Kurz geduscht, Zähne geputzt und Haare geföhnt, fertig war ich. Ich checkte mehrere Male das Zimmer, ob ich auch wirklich alles habe und dann ging es nach unten zum Auschecken. Man hat das trotzdem immer das Gefühl, man hätte etwas vergessen. Ich verabschiedete meine Mädels Bin und Lan sowie die zwei Komiker vom Empfang, deren Namen ich beim besten Willen nicht behalten konnte. :D
Die letzten Drücker und Fotos standen an. Wehmütig blickte ich noch einmal zurück und stieg dann ins Taxi. Die letzte Fahrt zum Flughafen. Diesmal kehrte ich nicht wieder. Es war eine interessante und lehrreiche Erfahrung, aber auch eine schöne und tolle Zeit gewesen. Ich würde es jederzeit wieder so machen und bereue es nicht, den Weg gegangen zu sein, auch wenn er letztendlich nicht von Erfolg gekrönt war. Ich beobachtete die das letzte Mal die vielen Bikes auf den Straßen und ließ die Eindrücke noch einmal auf mich wirken. Eine knappe Stunde dauerte die Fahrt zum Flughafen. Ein letzter Blick und dann ging es rein. Es gab keine Probleme beim Check-in, Leha hatte doch was richtig gemacht. ;) Ich frühstückte noch, bevor es zum Gate ging. Ein Schinken-Käse-Sandwich mit Orangensaft sollte vorerst genügen. Den Security Check überstand ich auch ohne Mühe und wartete nun bis es endgültig losging. 10.00 Uhr hob der Flieger pünktlich ab. Das war es dann...
Mit Zeitverschiebung landete ich gegen 14.00 Uhr in Guangzhou. In China schlug der Zeiger noch mal eine Stunde weiter. Jetzt war ich der Heimat sieben Stunden voraus. Ich holte mein Gepäck vom Band, wechselte Geld und besorgte mir eine chinesische Sim-Karte, damit ich sofort erreichbar war. Die Nummer schickte ich direkt Frank und Willi sowie John, dem Partner von den Beiden, der jetzt in China die Aufgaben übernahm. Frank meinte er wäre ein guter Mann, auf den man sich verlassen kann. Ich hoffte es. John hatte mir gestern bereits meine Daten für den Weiterflug geschickt und ich hatte nun 5 Stunden Aufenthalt. Puhhh! Eine lange Zeit. Ich machte mich erst mal auf den Weg, um einen Platz für mein Gepäck zu finden, damit ich es nicht die ganze Zeit mit mir herumschleppen musste.
Es dauerte etwas, bis ich mich zurechtfand, denn ihr könnt euch nicht vorstellen, wie groß der Flughafen war. Ich fand aber dann die Gepäckaufgabe und ließ meine Koffer dort. Danach wollte ich mir den riesigen Airport genauer anschauen. Zuerst hatte ich überlegt nach Guangzhou reinzufahren, aber an der Information wurde mir gesagt, dass es bis zu 1 1/2 Stunden dauern könnte und so viel Zeit hatte ich dann auch nicht. Na gut in der Stadt lebten wohl um die 10 Millionen Menschen. Wenn ich den Flughafen sah, war mir das verständlich. Man brauchte gar nicht ins Zentrum, denn hier gab es ebenfalls alles. Shoppingzentren, Restaurants, Supermärkte sogar ein Kino. Unglaublich! Ich schlenderte munter durch die Gegend. Holte mir was zu essen, kaufte ein paar Snacks und was zu trinken. Leider fand ich kein kostenloses Wifi und so suchte ich ein Cafe auf, wo ich ins Internet gehen konnte. Ich trank einen Cappucino und verbrachte den übrigen Aufenthalt bis zum Check-in hier. Später führte mich mein Weg zum Flugschalter noch an ein paar kleinen Palmen vorbei. :D
So klein wie alles. China war wohl das Land der Superlative. Wir werden sehen. ;) Am Check-in Schalter gab es erneut keinerlei Probleme und ich erhielt mein Ticket. Dann wollte ich mich mal aufmachen zu Gate B234. :D Vielleicht sollte ich mir ein Auto mieten. :) Ich ging doch zu Fuß und kam irgendwann auch an. Mir fiel auf, dass ich nicht viele Ausländer sah und am Gate waren ebenfalls fast nur Chinesen vorzufinden. Da ich ja eh keine Berührungsängste habe, setzte ich mich mitten rein. Ein junger Chinese setzte sich neben mich und begann ein Gespräch. Ich unterhielt mich mit ihm, er flog auch nach Xiamen, allerdings eine Maschine später. Ich wünschte ihm einen guten Flug und ging an Board. Eine Stunde fünfzehn später landeten wir in Xiamen. Ziel erreicht. Ich ließ mir Zeit beim Aussteigen und Gepäck holen. Die Chinesen schienen es dagegen, alle eilig zu haben. Als ich meine Koffer hatte, bewegte ich mich nach draußen. Ich hielt Ausschau nach jemandem, der mein Namensschild hielt oderetwas Vergleichbares. John meinte, ich würde am Flughafen abgeholt werden. Dem war aber nicht so. Sofort rief ich John an, er wollte telefonieren und mich zurückrufen. Das tat er auch wenig später und meinte es müsste jeden Moment wer kommen, um mich einzusacken. Na gut, dachte ich bei mir. Ich wartete ungefähr eine halbe Stunde, bis endlich jemand kam. Er hatte sogar ein Schild mit meinem Namen dabei und erklärte mir, dass er oben gewartet hätte. Wir luden mein Gepäck ins Auto und fuhren los. Die Fahrt dauerte nicht so lange und wir erreichten das Hotel. Der Mann sagte mir, dass er nicht zum Verein gehörte und nur geschickt wurde, da er englisch spricht. Im Hotel schien man auch nicht so recht auf meine Ankunft vorbereitet. Wir fuhren in den 10. Stock und versuchten jemanden zu finden, der wusste, in welches Zimmer ich untergebracht werden konnte. Es war ein ganz schönes Durcheinander und niemand hatte einen Plan. Ein Spieler kam, sprach etwas englisch und sagte mir, ich sollte versuchen, meinen Berater anzurufen. John war aber nicht erreichbar. Der nette Herr, der mich vom Airport abgeholt hatte, sagte dann, ich könnte die Nacht in seinem Zimmer schlafen, bis morgen alles geklärt wird. Ich war müde, ziemlich kaputt und hielt das für eine sehr gute Idee. So fuhren wir in den 3. Stock und gingen in sein Zimmer. Ich wollte es mir gerade gemütlich machen, da ertönte das Telefon. Er nahm ab und sagte danach zu mir, sie hätten jetzt doch einen Raum. Also wieder zurück. Nun wurde ich in ein Zimmer verfrachtet, das sehr klein war und in dem auch schon jemand zu schlafen schien. Scheiß egal dachte ich mir nur, ich wollte einfach nur ins Bett. Leise machte ich mich fertig und versuchte zu schlafen....Welcome to China!