Kunming!!!
29.01.2012
Wir schliefen in Ruhe aus, sammelten uns und packten dann unsere Sachen. Gledson sagte mir mehrmals, dass er ohne mich total aufgeschmissen gewesen wäre, die ganze Woche, besonders nach dem Vorfall von gestern. Er sprach kaum englisch und hätte sich in keinster Weise verständigen oder erklären können. Dafür sind Freunde doch da, meinte ich. In den 10 Tagen ist wirklich eine enge Freundschaft entstanden, die auch halten wird, wenn wir getrennte Wege gehen. Gegen Mittag checkten wir aus. Ich ließ mir die Rechnung ausdrucken, um einen Nachweis zu haben. Wir aßen noch im Hotel und machten uns dann auf zum Flughafen. Wir waren relativ früh und verbrachten die restliche Zeit bis zum Abflug in einem Cafe. Zum Flieger ging es dann mit dem Shuttle-Bus. Die Chinesen sprinten mal wieder aus dem Bus, als würde die Maschine jede Sekunde abheben. Wir mussten jedoch kurz warten, bevor es 
losging. Neben uns standen etliche andere Flugzeuge ebenfalls bereit zum Abflug. Es war unglaublich zu sehen, wie viele Flüge jeden Tag in China vonstattengingen. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Chinesen flogen nur. Wir stiegen nun ein und ab ging es. Allerdings machten wir noch einen Zwischenstopp bevor wir endgültig in Kunming landen sollten. Diesmal stand sogar jemand bereit, der uns abholte. Mit einer Mercedes-A-Klasse ging es ins Trainingscamp. Wir schienen nicht viel Zeit zu haben, denn der Fahrer missachtete jede Ampel und überholte in einer Tour. Sollte ein Fahrzeug vor uns nicht zur Seite weichen, ertönte die Hupe in einer Tour. Man musste eh sagen, das der Verkehr in China ebenso chaotisch war wie in Vietnam, jedoch weitaus gefährlicher. Hier wechselten die Fahrzeuge ohne Vorwarnung die Spur und hier hielt keiner an, wenn man die Straße überquerte. Irgendwann erreichten wir Gott sei Dank das Trainingscamp. Leider wurden wir direkt getrennt. Ich wurde bei den Smart Heros untergebracht und Gledson ging zu Shenyang Donjing. Es dauerte wieder eine Weile, bis ich ein Zimmer bekam und ich wurde dann zu einem Kameruner verfrachtet. Joseph war sein Name. Ich war ziemlich platt von der Reise und legte mich schnell ins Bett...